Das Römische Reich : Folgen der Romanisierung

Die Folgen der Romanisierung, also der Übertragung römischer Lebensformen auf die unterworfenen Völker, sind bis heute im Alltag präsent.

Sie sind “hörbar” in den romanischen Sprachen und in den Latinismen anderer Sprachen Europas. Sie sind “unübersehbar“ in der Bauweise von Straßen und Städten, wie z.B Aachen, Augsburg, Köln, Regensburg oder Trier.

Zum Erbe Roms gehört auch die Aneignung der antiken griechischen Kultur durch die Römer. Wer eine Ausstellung zur Antike besucht, wird feststellen, dass die Mehrheit der griechischen Statuen in Form römischer Kopien überliefert ist. Europäische Ideen und Konzepte zur politischen Herrschaft sind eng mit der Antike verknüpft. Der Begriff “Kaiser” leitet sich von Caeser ab, das französische empereur und das englische emperor von lateinisch imperium. Der Begriff “Republik“ geht auf das lateinische res publica zurück, mit dem die Römer ihr Gemeinwesen bezeichnen.

Die christliche Religion zählt in Europa ebenfalls zum Erbe des Römischen Reiches. Eine andere große Hinterlassenschaft ist das Römische Recht, das heißt die in Gesetzesblättern schriftlich niedergelegte, für alle geltende und allen zugängliche Rechtsordnung. Die Rechtskodifizierung bedeutete in der Historie aber nicht, dass es immer rechtens und gerecht zuging. Das Vorgehen der Römer war gekennzeichnet durch: Plünderungen, Massentötungen und Versklavungen, wie überhaupt in der Antike nicht der Friede, sondern der Krieg das “Normale” im Leben der Menschen war.

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