VW Cross Caddy – Volkswagens geräumiger Hochdach-Kombi

Der geräumige Hochdach-Kombi, für preisbewusste Familien eine begehrte Alternative zum teuren Touran, tauscht jetzt die Handwerker-Montur mit einer Bergsteiger-Kluft und darf sich dann Cross Caddy nennen. Nach den aufgepeppten Versionen von Polo, Golf, Up und Touran reiht sich der Caddy also als fünftes Mitglied in die Cross-Familie ein – und ist als einziger des Quintetts auch mit Allradantrieb zu haben.

Was ihn, zugegeben, noch lange nicht zu einem richtigen Geländewagen macht, auch wenn die geschärfte Optik den Eindruck erwecken soll. Selbst VW spricht vom „authentischen Offroad-Look“. Allerdings fehlt dazu die nötige Bodenfreiheit.

Innenraum – Design

Spurensuche am Test-Caddy, der in Viperngrün getaucht ist, also besonders giftig daherkommen soll. Schwarze Kunststoffteile um die Radhäuser herum, ebenso an Seitenschwellern und Stoßfängern. Ganz trendig in Silber glänzen der Unterfahrschutz und die Dachreling. Dazu rollt der Cross auf markanten 17-Zöllern und verschleiert sein Inenleben durch abgedunkelte Scheiben.

Durchaus verblüffend, wie aus einem als Arbeitstier entwickelten Kompaktlieferwagen mit ein paar Anbauteilen ein Designerstück werden kann. Damit will Volkswagen auch den anteil der privaten Käufer steigern, der bis dato bei gut einem Drittel liegt. Dazu soll ein Interieurdesign beitragen, das kecke Wohnlichkeit in den Caddy bringt: Silbern eingefasste Luftdüsen, die farbigen Sitzbezüge und Türverkleidungen und die mit Nähten  geadelten Lederteile harmonieren aber nicht wirklich mit dem pragmatischen Hartplastik am Armaturenbrett. Da meldet sich das Nutzfahrzeug im Caddy.

Aber Nutzen ist ja einer der Gründe, warum sich Familienväter und mütter oder auch Freizeitsportler für einen Caddy entscheiden. Die Rückbank ist schnell ausgebaut, aus dem Fünfsitzer-Kombi wird ein Kleintransporter, der gut 3 000 Liter laden kann. Seitliche Schiebetüren im Fond und die einmalige Kopffreiheit zeichnen natürlich den Cross aus.

Technische Daten

Technisch hat sich nichts verändert, die Neugierde auf die erste Ausfahrt hält sich entsprechend in Grenzen. Unter der Haube unserer Allradversion werkelt der bekannte Zweiliter-Diesel mit 140 PS, der sich beim beherzten Tritt aufs rechte Pedal brummiger bemerkbar macht als in den gleich straken Limousinen, die eben besser isoliert zu sein scheinen. Dafür ist ein Doppelkupplungsgetriebe Serie – zumindest in der Allradtechnik macht den Cross Caddy auch 1 750 Kilo schwer und rund einen Liter auf 100 Kilometer durstiger. Der Normverbrauch von 6,7 Litern ist gerade noch akzeptabel. Wer es eilig hat. Freut sich über die mögliche Spitze von 183 km/h, die das 4,43 Meter lange Allzweckmobil indes richtig durstig macht.

Preis

In der Preisliste hinterlässt die Wahl des 4motion genannten Vierradantriebs ebenfalls deutliche Spuren. Ist der cross ohnehin schon gut 3 500 Euro teurer als die Normal-Caddys, kommen für die Allradversion nochmals 3 000 € obendrauf. In der Summe sind 33 534 euro vermerkt. Dafür erhält man ein gut ausgestattetes, aber ganz schön teures Auto.

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