BYOD – Was müssen Unternehmen beachten?

 

In Unternehmen wurde es bisher eigentlich immer gerne gesehen, wenn die Mitarbeiter ihr persönliches Handy oder Smartphone bereits an der Tür abschalteten. Ein BlackBerry oder andere digitale Geräte haben am Arbeitsplatz nichts zu suchen, wenn sie nicht direkt etwas mit dem Job zu tun haben, hieß es. Doch die Zeiten haben sich geändert. Aus den USA ist ein Trend nach Europa geschwappt, der sich BYOD nennt, kurz für Bring your own device, also die Aufforderung, sein eigenes Handy mit zur Arbeit zu nehmen, um dies auch für die beruflichen Aufgaben zu nutzen, nicht nur für die privaten.

Ein Geschäftshandy, das man vom Arbeitgeber gestellt bekommt, wird es in dieser Form also vielleicht bald gar nicht mehr geben. Wozu auch? Denn die meisten Mitarbeiter bringen eh ihr eigenes Smartphone mit und solange sie dieses am Arbeitsplatz benutzen können, haben sie kein Firmenhandy mehr nötig.

Die Unternehmen sehen diesen Trend insofern gerne, als dass sie so keine hohen Gerätekosten mehr haben, weil eben nicht mehr jeder Mitarbeiter mit einem Mobiltelefon ausgestattet werden muss. Auch die Zufriedenheit des Personals und seine Mobilität werden gesteigert, denn auf dem privaten Telefon ist ein Angestellter im Notfall auch nach Feierabend erreichbar, was die Flexibilität für den Arbeitgeber eindeutig erhöht. Dieser letzte Punkt mag zwar für den Arbeitnehmer teils von Nachteil sein, doch auch für ihn erhöhen sich Mobilität und Flexibilität am Arbeitsplatz.

Wichtig ist jedoch, bei all diesen Punkten den Sicherheitsaspekt nicht aus den Augen zu verlieren, denn schließlich ist hier von Firmendaten die Rede, die so auf einem privat genutzten Mobiltelefon nach außen gelangen. Die strikte Trennung zwischen dem privaten und dem Geschäftsbereich auf dem Handy ist deshalb dringend nötig. Unternehmen sollten sogar so weit gehen, die Nutzer des Smartphones dazu zu bringen, den beruflichen Bereich mit einem Passwort zu schützen, damit die Daten des Betriebs zu hundert Prozent gesichert und verschlüsselt sind.

Fragen wie: „Was passiert bei Verlust des Handys?“ oder „Wer darf dieses überhaupt benutzen?“ müssen vorab geklärt werden. Außerdem muss sichergestellt werden, dass die privaten Daten auf dem Handy das Unternehmen nichts anzugehen haben. Die Nutzung einer einheitlichen Hardware für die Administrierung ist ebenfalls zu empfehlen.

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