Surfen und Fernsehen zugleich – Streaming-Boxen

Fernsehen anno 2016 bedeutet nicht mehr automatisch, sich das gerade ausgestrahlte Programm anzusehen. Ist der TV-Apparat mit dem Internet verbunden, können Zuschauer auf die Mediatheken der Sender oder Online-Videotheken zugreifen. Auch Geräte ohne Netzwerktechnologie lassen sich mithilfe von Streaming- oder Internet-TV-Boxen mit dem Netz verbinden. Marktführer in diesem Produktsegment ist Apple.

Jede zweite verkaufte Streaming-Box ist ein Apple TV. Das handgroße Kästchen punktet mit einer sehr einfachen Bedienung. Das gilt für die erste Konfiguration wie für die Handhabung im Betreib. Der iTunes Store, Apples Film- und Musikladen, wird in den Vordergrund gestellt. Andere Videos on-Demand-Anbieter oder themenbezogene Abo-Kanäle sind aber ebenfalls eingebunden. Dazu kommen Zugänge zu kostenlosen Diensten.

Seine größten Stärken liegen in Zusammenspiel mit iOS-Geräten. Sie lassen sich drahtlos mit der Box verbinden, deren aktuelle dritte Version den Display-Inhalt in Full-HD auf dem Fernseher wiedergibt. Apple TV liegt mit rund 100 Euro aber nicht in der unteren Preisklasse.

Die Fachpresse kürt regelmäßig die dritte Auflage der WD TV Live von Western Digital zum Preis-Leistungs-Sieger. Für günstige 75 Euro bekommen die Käufer ein kompaktes und unkompliziertes Gerät, das sich dank analogen Audio/Video-Ausgangs sogar an alte Fernseher ohne HDMI anschließen lässt. Da ein WLAN-Modem verbaut wurde, kann es sich Inhalte ohne Kabelverbindung aus dem Web holen. Die Auswahl an freien Kanälen ist größer als bei Apple, zusätzliche Apps kann der Besitzer allerdings nicht installieren. Doch das Softwarepaket inklusive Live-TV- und Clip-Portalen sowie Videotheken wird den meisten Ansprüchen genügen.

Ebenfalls nicht ganz taufrisch, mit ähnlicher Hardware ausgestattet und gut zehn Euro teurer ist D-Links Boxee Box. Der größte Unterschied liegt in der freien Firmware, für die die große Fangemeinde immer neue Apps entwickelt. Deswegen sind außergewöhnlich viele Internet-TV-Dienste verfügbar. In Foren bemängeln Käufer allerdings, dass der Hightech-Würfel beim Abspielen von Medien aus externen Quellen manchmal Bild- oder Tonprobleme offenbart.

Liebhaber der dritten Dimension müssen noch tiefer in die Tasche greifen: Iconbits XDS1003D spielt neben HD-Video – und – Audio-Formaten 3-D-Filme von verschiedenen Speichermedien ab. Weitere digitale und analoge Schnittstellen erlauben Bild- und Tonübertragungen auf die meisten Fernsehapparate und Soundsysteme. Das Tor zumWeb öffnet die Android-Bedienoberfläche: Sie bringt noch Apps aus dem Google Play Store auf die Box.

Alternativen:
Kleine WLAN-fähige Computer-Sticks sind eine Alternative. Die 50 bis 100 Euro teuren Kleinst-Rechner verfügen über Stream-Funktionen. Amazon ist einem Bericht des Wall Street Journal zufolge im Stream-Box-Geschäft extrem erfolgreich geworden und könnte die Führung übernehmen.

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