Was taugen die neuen Chromebooks ?

Acer C7 Chromebook und Samsung Chromebook, die vor kurzem dem Publikum präsentiert wurden, können ziemlich wenig ohne Internet, dafür haben diese ein großes Display und kosten sehr wenig. Der letzte Faktor könnte ausschlaggebend sein.

In der bisher wenig ruhmreicher Geschichte des Betriebssystems Chrome OS und der Chromebooks, könnte eine interessante Wendung kommen. Vor ein paar Wochen wurden zwei neue Chromebooks annonciert: Acer C7 Chromebook und neue Version des Samsung Chromebook können nicht nur ihre Nutzer glücklich machen, sondern auch das Betriebssystem Chrome OS erfolgreich machen. Grund hierfür ist eindeutig: die Geräte kosten 199 $ und 249 $, was ja für 12 Zoll Displays von namhaften Herstellern total günstig ist.

Was hinderte Chromebooks früher erfolgreich zu sein ?

Chrome OS bietet eine für moderne Notebooks eine eher ungewöhnliche Spezifikation an – hier muss keine Software installiert werden, sondern werden als Web-Apps über den Google-Webbrowser Chrome aufgerufen. Die Daten werden so nicht lokal, sondern auf Google-Servern gespeichert. Diese Tatsache reduziert natürlich die Möglichkeit der Anwender. Man könnte z.B. kein Counter-Strike zocken, kein Skype nutzen. Und dabei hatte Samsung bei der alten Version des Chromebooks stolze 450$ verlangt – für das Geld kaufte man selbstverständlich ein Notebook mit Windows als OS.

Hier widerholt sich die Geschichte, als die ersten Netbooks auf dem Markt kamen, behaupteten viele User, dass das Gerät wohl bald verschwindet. Kleines Display, unpraktische Tastatur usw. – praktisch jedoch, hatte sich herausgestellt, dass der Preis und die Kompaktheit sich für den Erfolg auszahlt. Der günstige Preis hatte es den Usern ermöglicht ein Netbook als Zusatz-PC zu erwerben.

Später wurden die Tablet – PCs kritisiert, nach dem Motto es gut um für sich die Informationen aufzunehmen, jedoch nicht um etwas zu produzieren. In Wahrheit hatte sich herausgestellt, dass es zig Millionen Anwender gibt, die genau dies wollen und ein Tablet ebenfalls nur als Zusatzgerät erwerben.

Das gleichen kann auch mit Chromebooks passieren – wenn das Gerät für 450 $ die Rolle des Haupt-PCs nicht einnehmen konnte, so kann dessen Vergünstigung das Gerät zu einem Zusatz-PC für viele Anwender machen. Ein Chromebook könnte man heutzutage erwerben, um z.B. es in der Küche aufzustellen und Rezepte zu lesen, beim Essen Lieblingsvideos zu schauen.

Haben Acer C7 Chromebook und Samsung Chromebook andere Schwachstellen ? Beim Acer C7 beträgt die Mindestakkulaufzeit 3,5 Stunden, Dicke von 2,5 cm, HDD anstelle von erfolgreichem SSD. Beim Samsung Chromebook, der ja nur um 50 $ teurer ist, sieht alles anders aus: Dicke beträgt 1,8 cm und kann so mit Ultrabooks konkurrieren, mobiler ARM-Prozessor verlängert die Mindest-Akkulaufzeit auf 6,5 Stunden und ein SSD lässt das Gerät schnell hochfahren.

Samsung Chromebook ist ein schneller, kompakter, stillvoller und dabei sehr günstiger Notebook mit guten Perspektiven. Als Vergleichsbeispiel könnte man den Google- Smartphone Nexus 7 nehmen, im Inneren gut ausgestattet und attraktiver Preis unter 300$. Beim ersten Verkaufstag wurden alle Exemplare ausverkauft. Bedeutet nicht, dass der Chromebook nun Nummer 1 auf der Welt wird, macht aber deutlich dass der Dumpingpreis eine enorme Wirkung hat.

Bildquellen:  samsungtomorrow / Flickr.com
dhanlian / Flickr.com

One Reply to “Was taugen die neuen Chromebooks ?”

  1. Die Frage ist nun, ob es sich lohnt so ein Chromebook zu kaufen. Es gibt schließlich auch Tablets in dieser Preiskategorie. Zum surfen sind die bestimmt nicht schlecht, aber sobald es halt um Anwendung geht, wie Ihr schreibt wird es schwierig. Jetzt noch eine Frage: Hat denn das Chromebook keine Festplatte drin, weil Ihr schreibt ja, dass Daten auf Google Server gespeichert werden. Ist eine Offlineanwendung denn dann auch möglich?

    Liebe Grüße

    Lisa

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